Aktuelles

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Aufgaben einer Pflegeberufekammer

Übernahme von hoheitlichen Aufgaben, die das öffentliche Gemeinwesen Kraft öffentlichen Rechts erfüllt. Hoheitlich ist eine Tätigkeit dann, wenn sie aus der Staatsgewalt abgeleitet ist.

Wie werden die hoheitlichen Aufgaben in die Öffentlichkeit kommuniziert?

Unterschiedliche Kampagnen durch verschiedene Akteure sollen die Pflegekräfte erreichen. Diese können grob wie folgt eingeordnet werden:

Der Wertorientierte Slogan (vor allem Aufgrund der Emotionen):

  • „Weil Mama es Wert ist…/…ist Pflege mehr Wert“

      https://pflegeberufekammer-sh.de/

  • „Ich erinnere mich für dich, wenn Du es nicht mehr kannst.

     Wer bin ich? Die Pflege!“

  • „Ich übernehme Verantwortung, damit du dich nicht Sorgen musst.

     Wer bin ich? Die Pflege!“

     https://www.pflegekammer-nrw.de/werichbindiepflege/

Der Differenzierungs-Slogan (dient der Differenzierung zur Konkurrenz):

Was unterscheidet meine Vereinigung von den anderen?

Viele Pflegefachkräfte fühlten sich durch die bestehenden Verbandsstrukturen nicht ausreichend repräsentiert und wünschten sich eine eigenverantwortliche Vertretung ihrer Interessen.

Sie wollen in Gesellschaft, Fachpolitik und Verwaltung Gehör finden und an den ihrer Tätigkeit betreffenden Entscheidungen aktiv mitwirken.

https://www.mags.nrw/pflegekammer#:~:text=Die%20Pflegekammer%20ist%20eine%20K%C3%B6rperschaft,t%C3%A4tigen%20Pflegefachkr%C3%A4fte%20verpflichtend%20Mitglieder%20sind.&text=%C3%9Cber%20die%20H%C3%B6he%20der%20Beitr%C3%A4ge,in%20der%20Kammerversammlung%20selbst%20entscheiden

Der Ergebnisorientierte Slogan (hebt die guten Ergebnisse hervor):

  • „Eine starke Stimme“

     https://www.pflegekammer-rlp.de/index.php/startseite.html

  • „Stark in Kammern“

     https://www.pflegekammer-jetzt.de/index.php/startseite.html

  • „Stark für die Pflege“

     https://www.pflegekammer-jetzt.de/index.php/startseite.html

    und weitere Slogan.

Der Zielgruppenorientierte Slogan (Hervorheben der Zielgruppe über den eigenen Verband):

  • „Die Pflegenden wählen Ihre Pflegekammer in NRW“

     https://www.pflegekammer-nrw.de/2021/07/22/die-pflegenden-waehlen-ihre-pflegekammer-in-nordrhein-westfalen/

Der “Markenbekanntheit“-Slogan (kann auch die Form eines kurzen, einprägsamen Satzes annehmen, den die Verbraucher unmittelbar mit dem Verband verknüpfen):

  • „Das neue Wir“ Bundespflegekammer

     https://bundespflegekammer.de/startseite.html

Bei genauerer Betrachtung kommt das Gefühl auf, dass auf Altruismus der Pflegefachkräfte gesetzt wird.

Der informative Slogan, was eine Pflegeberufekammer ist und leistet, wird nicht in den Vordergrund gestellt.

Weshalb wird heimlich und im Hintergrund agiert?

Weshalb wird nicht offen damit umgegangen?

Stehen die Nachteile einer Verkammerung dem Bewerben im Vorfeld entgegen?

Würden daraus Fragen entstehen oder offen legen, wer investiert und wer profitiert?

Was könnte noch infrage gestellt werden?

Fragen zur Pflichtmitgliedschaft; … zum Pflichtbeitrag; … zur Beitragshöhe; … zur Veränderung des Datenschutzes; …  zu den bezahlten Ehrenämtern sowie weiterer Kosten (z. B. durch Fortbildungen)?

Wie werden die Beiträge festgesetzt?

Die Liste der Fragen wäre lang.

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, welche von der Verkammerung betroffen sind, stellen sich zu Recht die Frage, weshalb eine Pflegeberufekammer, die durch so viele Akteure im Gesundheitswesen wie ein Produkt in der Wirtschaft beworben wird.

Einige mögen bei diesen Kampagnen an das Model Homo oeconomicis oder an das KISS-Prinzip (Keep it Simple and Stupid) erinnert sein oder an die Modellvorstellung der Wirtschaftstheorie eines idealen, ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten denkenden und handelnden Menschen.

Ob diese oder ähnliche Modelle bei der Akzeptanz zur Pflegeberufekammer behilflich sind?

Kolleginnen und Kollegen, die sich im Vorfeld nicht darüber im Einzelnen informieren konnten, weil es einfach vor der Einrichtung der Pflegeberufekammer nur bedingt möglich war, haben also erst mit respektive nach Errichtung die Möglichkeit, sich zu informieren.

Im Vorfeld der Errichtung fand eine Umfrage statt, welche eine Pflegeberufekammer im Ergebnis befürwortete. Auch diese Umfragen werden von einigen kritisch gesehen. Wie und in welchem Ausmaß Kollegen informiert sind, könnte genauer gefragt werden.

Zwei Pflegeberufekammern (Niedersachsen und Schleswig-Holstein) werden abgewickelt.

Hier ist allerdings eine, man mag es zynisch betrachten, vorteilhafte Ungleichheit hergestellt.

Steuergelder der Bürgerinnen und Bürger wurden dafür ergebnisoffen ausgegeben. Für die jeweiligen Bundesländer bedeutet dies Kosten im Millionenbereich.

Da die Daseinsfürsorge im Gesundheitssektor auf ein gerade noch sozialverträgliches Minimum reduziert wurde, ist der Regelungsbedarf sehr umfangreich und unterliegt der Notwendigkeit, sich mit dem Fortschritt auseinanderzusetzen. Aber auch der gesellschaftliche Wandel und die wirtschaftlichen Möglichkeiten führen dazu, vorhandene Strukturen des Gesundheitswesens zu überdenken und gegebenenfalls zu verändern.                                                                                      Vor dem Hintergrund steigender Ausgaben im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen sowie Pflegekassen, die verschiedene Reformen initiierten, bedarf es einem nationalen Umdenken und politischer Aktionen.

Nachdem über viele Jahre die Versorgungsstrukturen anbieterzentriert ausgerichtet waren, findet zurzeit ein Umdenken hin zur Patientenzentrierung statt.

Es erfordert nicht nur viel Geld im Gesundheitswesen. Zahlreichen Menschen gibt es Arbeit, damit diese damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Identität und gesellschaftliche Stellung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer scheinen hier nur unter wirtschaftlichen Aspekten gesehen zu werden.

Entscheidungsarchitektur in der Form eines weichen Paternalismus?

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Gesundheitswirtschaft, auf die eine Verkammerung abzielt, kommen gerade in einer Situation des sich zuspitzenden Pflegenotstands an.

Sind sie damit in eine Entscheidungsarchitektur gestellt, die den Pflegenotstand mit einer Verkammerung begründet?

 

Festzustellen ist, dass die Verkammerung der Pflegefachkräfte als bequemste und effektivste Lösung benannt wird.

Ist die Pflegeberufekammer erst mal implementiert, stellt sich die Frage:

Wird den Pflegefachkräften dann vermittelt, sie wüssten gar nicht, wo sie hinwollen und was ihre Ziele sind?

 

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PFLEGEKRÄFTE SIND KEINE PFLEGESOLDATEN!

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weiterführende Links

 

  • Private Equity/Das Gesundheitswesen und die Renditejäger. Wie im Gesundheitssystem zum Leidwesen der Pflegekräfte Rendite generiert werden.

https://youtu.be/gFxlbknvFC8

  • OEINS aktuell im Interview mit Dagmar Latz

https://www.youtube.com/watch?v=tFmQuP8RXT8&feature=youtu.be

  • Oeins aktuell vom 18.12.2020 im Interview mit der Vorsitzenden D. Latz.
        FFP2 Masken von der Regierung mit dem Vermerk: Non medical use!
                                                 
(Ab 08.34 Min. - 15.21 Min.)
 
 
 
 
  • Radio Corax im Interview mit D. Latz.
Interview zum Nachhören:
 
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Coronaprämie im Krankenhaus?

Die Liste der ausgewählten Krankenhäuser, die Gelder zur Auszahlung einer
"Coronaprämie Mini" erhalten, wurde veröffentlicht.
Längst nicht alle Krankenhäuser wurden dabei bedacht. Es wird nur ein Bruchteil der Pflegekräfte eine deutlich kleinere Prämie, als die Altenpflegefachkräfte erhalten.
So wird Pflegefachkräften in Deutschland Respekt und Anerkennung gezeigt?
PpUGV ist auf vielen Stationen werktags regelmäßig und auch nachts unterschritten, dies führt zur Mehrbelastung.
(Verordnung zur Festlegung von Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen in Krankenhäusern (Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung - PpUGV)
Neu eröffnete Iso Station „Corona“ wird von KollegInnen mitversorgt, ohne zusätzliches Personal.
Alle Stationen sind nach Informationen vollständig ausgelastet.
Elektive Eingriffe werden ohne Einschränkungen durchgeführt.
Selbst Teilzeitkräfte mit 40 Stunden monatlicher Arbeitszeit haben oft mehr als 100 Mehrarbeitsstunden auf dem Arbeitszeitkonto.
In einigen Krankenhäusern wurden Stationen geschlossen, da diesen das Personal „davongelaufen“ ist und auch ZeitarbeiterInnen nicht in diesen Kliniken arbeiten kommen.
Mitarbeiter wurden immer wieder, ohne vorherigen Absprachen, in andere Fachbereiche mehrfach versetzt.
Weiterhin müssen z.T. minderwertige FFP2 Masken bzw. KN95 Masken im Dienst getragen werden. Pausen werden dementsprechend nicht eigehalten.
Nun noch eine Ausnahmeregelung in Niedersachsen:
Max. 12 Stunden Arbeitszeit, 60 Stunden/ Woche.
Skandalöse Entscheidung?
So zeigt sich der Respekt von ArbeitgeberInnen im Gesundheitssystem und von PolitikerInnen gegenüber den Pflegekräften.
Danke für die Mehrbelastung, ohne zeitlichen Ausgleich und ohne angemessenen finanziellen Ausgleich!
 
 
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Patientenverfügung
 
 
An dieser Stelle veröffentlichen wir etwas zum Thema Patientenverfügung.
Fast täglich ist zu erleben, dass keine Patienten- verfügung vorliegt oder diese in der akuten Situation nicht auffindbar ist. Oft führt das zu Verzögerungen oder der Einleitung von Maßnahmen (Reanimation etc.), die eigentlich gar nicht gewünscht werden. Dieser Problematik nimmt sich das Portal:
 
 
an.
Wir wollen das Thema digitalisieren und den Leuten „spielerisch" via online Interview (man klickt sich durch einen Fragenkatalog) die Möglichkeit geben, eine passende Verfügung zu erstellen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig, wichtige medizinische Fachbegriffe werden via Video erklärt. Danach kann die Verfügung online hinterlegt werden. Anschließend bekommt der Nutzer einen kleinen Klebestreifen mit einem Code, den er sich auf die KK-Karte kleben kann. Im Notfall kann der Rettungsdienst/Notarzt darüber die Verfügung online abrufen. Ist dies passiert, werden alle eingerichteten Notfallkontakte/Ärzte via SMS sowie E-Mail informiert. Unser Service ist kostenlos. Aktuell finanzieren wir uns durch freiwillige Spenden. Unser Service kommt sehr gut an.